30 September 2010

Stadtrundgang

Nach einem Mittagsmenü im Hotel, bei dem wir Herrn Tigla kennenlernten machten wir uns auf zum Geldwechseln. Klugerweise hat meine Schwester, Helga vorgeschlagen, daß wir alles Geld einsammeln und auf einmal wechseln, damit nicht jeder die Gebühr zahlen muß. Dafür mußten wir dann das Geld aufteilen und die Zerquetschten bekommen wir erst, wenn Helga mal Kleingeld hat.

Das Hotel liegt direkt am Hauptplatz. Es ist auf dem 2. Photo zu sehen. Das erste zeigt das Haus, an dem die Webcam angebracht ist. Das ist wirklich nett, weil ich so gschwind einen kurzen Gruß an meinen Schatz daheim schicken kann.

Das rötliche Haus vom letzten Blog-Eintrag ist das mit Balkon für große Ansprachen. Damit die sozialistische Idylle nicht gestört wird, wurde die Kirche an einer Seite des Platzes um 50m nach hinten versetzt und ein großer Wohnblock davor gebaut.

Der weitere Rundgang führte uns zum ältesten Teil der Stadt, der aber auch nicht wirklich alt ist. Resita wurde als Industriestadt gebaut Ende des 18. Jhs. Auch hier kann man die Kontraste sehen - verkommene Häuser neben schön renovierten Schmuckstückchen.

Auf einem der Photos sieht man das Förderband, das das Erz vom Bergwerk zur Hütte gebracht hat. Es ist aber nicht mehr in Betrieb.

Hohe Kühltürme und Schornsteine lockten uns weiter abseits zu einem Industriebetrieb - ws. Stahlerzeugung. Das Werk ist noch in Betrieb aber nicht mehr so voll, wie zur Blütezeit. So sind viele der Gebäude halb zerfallen.

Wir wollten von dort aus eine größere Runde etwas außen herum zurück ins Zentrum machen. Dabei gerieten wir in ein sehr armes Viertel - Pferdefuhrwerke, teilweise nur Hütten, aber fast alle mit Satellitenschüssel, schön gepflegtem Gemüse- und Blumengarten. Wenn man die Verhältnisse hier sieht, wird schon einiges des gewohnten alltäglichen Lebens relativiert.

Wir waren uns dann nicht sicher, ob es da wirklich weiter geht. Die Einheimischen, mit denen wir uns mit Handzeichen und wenigen Worten verständigten, schickten uns den Weg zurück, auf dem wir gekommen waren.

Am Abend gab es noch eine Tanzprobe, damit wir uns zusammentanzen und die schwierigeren Tänze richtig durchprobieren konnten. Mein Tänzer ist flott drauf und es hat alles gepaßt, auch bei den Tänzen, die ich noch gar nicht kannte.

Jetzt geht's zum Abendessen mit Leuten vom Kulturverein. Da werden wir auch den Chor treffen, von dem 2 Frauen im Sommer zu Gast auf der Singwoche in Rotholz waren.

1 comment:

ecr said...

ja, das ist witzig, daß die Webcam die wir vor Eurer Reise im Internet gefunden haben, direkt neben eurem Hotel liegt. So ist "einseitiges" Videotelefonieren möglich!

Post a Comment